26.07.2018: Sweatblazer nähen

In den letzten Monaten war es ziemlich ruhig hier auf dem Blog.

Ein Schicksalsschlag in der Familie hat unser aller Leben verändert. Nach einer sehr traurigen Phase brauchte ich ganz viel Zeit und Energie, um unseren Alltag neu zu organisieren. Da war absolut keine Zeit für aufwändige Nähprojekte, geschweige denn die Motivation dazu.

Umso mehr freue ich mich, dass ich nun endlich wieder die Lust am Nähen gefunden habe. Also habe ich endlich den Sweatblazer genäht, der schon seit 1,5 Jahren auf meiner Liste stand. Genauso lange lag auch schon der dafür bestimmte graue Steppstoff in meinem Stoffschrank. Schön zusammen mit allem Zubehör wie den passenden Reißverschlüssen und Bündchenstoff.

Das Schnittmuster des Blazers ist aus dem Buch "Mode schneidern-Das Buch" vom Topp-Verlag. Hier findest du Modelle aus der Ottobre. Die Passform der Schnitte im Buch gefällt mir total. Ich habe ja schon meine erste Jeans aus diesem Buch genäht (Link zum Blogbeitrag : https://cms.maibell3.webnode.com/herausforderung-jeanshose-nahen/ . So musste ich auch bei diesem Blazer keine Änderungen vornehmen.

Es gibt allerdings einen entscheidenden Nachteil bei den Schnittmustern: in den Schnittteilen ist kein Fadenlauf eingetragen. Also musste ich den Fadenlauf für jedes einzelne Schnittteil selbst einzeichnen. Hierzu habe ich parallel zur unteren Kante des jeweiligen Schnittteils den rechten Winkel abgemessen und eine Linie eingefügt. Zum Glück werden hier beim Blazer keine Teile schräg vernäht. Dann hätte ich das wohl nicht hinbekommen. Die Nähanleitung ist recht kurz gehalten. Nähkenntnisse werden vorausgesetzt, besonders bei der Kragenverarbeitung und bei den Belegen. Beim Kragen hatte ich zeitweise einen Knoten im Kopf und musste in meinen Nähbüchern nachschlagen. So einen Kragen hatte ich bisher noch nicht vernäht. Aber umso stolzer ist man ja, wenn man es trotzdem hinbekommt.

Ich habe Größe 40 genäht, weil ich bei Jacken gern genug Luft habe, um auch etwas Dickeres drunter zu tragen. Allerdings wird's mit einem dickeren Pulli drunter zu eng. Aber das würde vom Stil eh nicht so gut passen. Mit einem leichten Shirt drunter gefällt mir der Blazer am Besten.

Besondere Details des Blazers sind die Reißverschlüsse an den Ärmelbündchen und aufgesetzte abgerundete Taschen. Ich habe zusätzlich noch einen Aufhängehaken eingenäht- finde ich einfach praktisch. Und ein kleiner feiner Blickfang mit Ankermotiv ist ja auch.

Wie ihr seht, bin ich ganz happy mit meinem neuen Blazer. Habt ihr diesen Schnitt auch schon genäht?

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