24.03.2020 Lange, lange ...

.... hat es gedauert, bis diese Schlupfhose fertiggestellt war. Warum? Das kannst du hier lesen ....

.... ach, ja. Was soll ich sagen?

Mit dem Nähen ist das im Moment bei mir so eine Sache. Mein Kleiderschrank ist proppenvoll. Ich habe mehr Klamotten, als ich tragen kann. Die Flut an vorhandenen und neu erscheinenden Schnittmustern und die immer wieder neuen Inspirationen bei Instagram überfordern mich in letzter Zeit. Ich hatte im Herbst sogar mein langjähriges Burda-Abo gekündigt, weil ich dachte: "Du brauchst keine neuen Schnittmuster, es ist alles im Überfluss vorhanden!"

Inzwischen sind mir bei Instagram schon einige Follower entlaufen, die sich offensichtlich mal für meinen Nähcontent interessiert haben, aber das ist nun mal in letzter Zeit einfach weniger geworden. Aber ich nähe schließlich für mich, nicht für meine Follower oder um zu gewissen Gruppen dazuzugehören. Aber das nur am Rande... ich schweife ab ...

Schon im letzten Frühjahr hatte ich mir genau diesen schilfgrünen Cordstoff für genau diese Hose gekauft. Dann kam der heiße Sommer, der mir die Lust am Nähen vermieste. Im Herbst fehlte mir aus gesundheitlichen Gründen jegliche Energie zum Nähen. Über den Winter habe ich dann lieber gestrickt und mit viel Leidenschaft Wolle gefärbt. Ja, und dann kam Ende Januar "Lüneburg näht", und ich packte kurzentschlossen den Cordstoff und den Schnitt der Bi-classic von Ingrid (b-patterns) mit ein, nur so zur Reserve, falls ich am Sonntag arbeitslos sein würde.

Schließlich hatte ich ja vor einem Jahr schon die Probehose genäht und die erforderlichen Änderungen am Schnitt vorgenommen.

Probehose 03/2019
Probehose 03/2019

Und so kam es, dass ich in Lüneburg nach 10 Monaten dann endlich, die "richtige" Hose nach der Probehose in Angriff nahm. Während ich bei der Probehose auf die Taschen verzichtet hatte (Ich hatte einen alten, gut abgelagerten Stoff genommen, denn ich dachte damals nicht, dass ich die Hose wirklich tragen würde), sollte die aktuelle Version natürlich Eingrifftaschen haben.

Das erforderte eine längere Friemelei, aber ich kam am Sonntag in Lüneburg zumindest soweit, dass die Taschen eingenäht waren und die Hosenbeine miteinander verbunden. Wie bei der Probehose habe ich an der hinteren Mitte der Passe einen Keil zur Hohlkreuzanpassung weggenommen. Fehlten also "nur noch" der Bund und die Beinsäume.

Zum Glück hatte Ingrid die Idee, Anfang März einen Sewalong zur Bi_classic zu machen. Das war also DIE Gelegenheit , mein Langzeitprojekt zu beenden. Dass es dann noch mal 2 Wochen dauern würde, bis ich die Fotos im Kasten habe, damit war ja nun wirklich nicht zu rechnen ;-).

Nun mal Hand aufs Herz, wer hat außer mir zum Nähen einer Schlupfhose ein ganzes Jahr gebraucht? Bitte sagt mir, dass ich nicht allein bin!

Hinterlasst gern einen Kommentar!

Liebe Grüße, Corinna