02.06.2021 Fesche Minna

(Beitrag enthält unbezahlte und unbeauftragte Werbung durch Nennung der Bezugsquellen)

Dieser Riegel gab den Ausschlag, den niegelnagelneuen Schnitt von Echtknorke zu nähen. Denn er erinnerte mich an mein Hochzeitskleid, das ich nach einem Burda-Schnitt selbst genäht hatte und das eine ganz ähnliche Ausschnittlösung hatte. Wahrscheinlich habe ich deshalb sofort an "Habenwollen" gedacht.

Zum Test habe ich für meine erste Minna (Ja, es werden noch welche folgen- ich hab da schon Ideen im Kopf ;-)) weißen Baumwolljersey genommen.

Weiß? Du siehst nur Blau? Richtig!

Wie du bestimmt weißt, liebe ich es Textilien und Garne zu färben- mit Pflanzen. Und Minna sollte blau werden- jedenfalls teilweise ...

Ich habe das Raff-Shirt zunächst aus weißem Baumwolljersey genäht. Die Säume an Armen und Beinen habe ich erstmal nicht umgenäht, denn der weiße Polyesterfaden hätte die Farbe nicht angenommen.

Der Vorteil am Färben des fertig genähten Teils ist, dass man weder beim Zuschnitt noch beim Nähen das Muster zusammenpuzzeln muss. Das passt dann ganz einfach perfekt.

Dann habe ich für ein Shibori-Muster die Arme und den Körper getrennt abgebunden. Dazu habe ich die Jersey-Reste genommen (jetzt habe ich nämlich gleich noch passenden Stoff für ein Stirnband) Schlau, oder ? ;-)

Anschließend durfte Minna eine Weile in der Indigoküpe baden. Offensichtlich hat sie sich da sehr wohl gefühlt, denn sie hat die Farbe gut angenommen.

Wie du siehst, lassen sich meine Speckröllchen nur schlecht unter dem Shirt verstecken. ;-) Deshalb werde ich die nächste Minna in Größe 40 statt 38 nähen und auch etwas länger machen.

Aber das Nähen hat wirklich viel Spaß gemacht. Das Shirt ohne Seitennähte und dafür Nähte an Bauch und Rücken ist mal was anderes. Und die Ausschnittlösung sowieso.

Ich kann es nur empfehlen.

Vielleicht werde ich den Schnitt zum Kleid verlängern und die Ärmel als Kurzarm nähen. Das kann ich mir gut vorstellen .... Mal sehen was mir noch so einfällt ...