25.08.2016 Von der Idee, Wollfäden aufzunähen ...

n der aktuellen Burdastyle bin ich sofort auf die stylische Idee aufmerksam geworden, Wollfäden in Wellen auf Kleidungsstücke zu nähen. Die Beispiele in der Zeitschrift waren mir allerdings zu knallig. Also entschloss ich mich, auf blauem Baumwolljersey verschiedene Blautöne zu verarbeiten.

Als Schnittmuster wählte ich den Longshirt- Schnitt Manou von MiouMiou. Ich habe nach diesem Schnitt schon mehrfach genäht, und wusste, dass er passen würde. Dann wurde bei Instagram zur Aktion #instanähabendlasminuteS aufgerufen. Da passte das "S" vom Shirt super.

Allerdings wurden aus einem Instanähabend 3 Abende, obwohl ich die Vorbereitung, das Übungsaufnähen und das Zuschneiden schon vorab erledigt hatte. Wenn ihr auch mal Wollfäden aufnähen wollt, plant etwas mehr Zeit ein.

. Garn genau passend zur Wolle wählen, sonst wirken die aufgenähten Wellen zu unruhig. Keine zu engen Kurven legen, sonst musst du langsam mit dem Handrad der Maschine nähen und den Stoff alle 2 Stiche mit der Hand weiterdrehen - kann man machen, wenn man sehr geduldig ist.

2. In der Burdastyle wird Wolle aus Schurwolle empfohlen. Ich habe mich für Baumwollgarn entschieden, weil ich das Shirt ja nicht unbedingt im Wolleprogramm oder per Handwäsche waschen möchte - muss ja auch alltagstauglich sein.

Weil das Applizieren dann doch Spaß gemacht hat, habe ich noch einige farblich abgestimmte Perlen aufgestickt. Last but not least bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Pannen, die mir leider passiert sind:

Für die Gestaltung der Ärmelsäume überlegte ich mir eine Raupennaht, die auf den ersten Blick gut mit den Wellen der Wollfäden harmonierte. Auf einem Probestück Jersey sah das auch ganz gut aus. Aber am Ärmel leider gar nicht. So kürzte ich die Ärmel etwas und nähte eine gewohnte Wabennaht. Sieht besser aus, Ärmel ist aber leider 1-2 cm zu kurz- aber damit kann ich leben;-)
Ich dachte ja, so ein Colorblocking in V-Form wirkt sich figurgünstig aus. Dass es soooo schwierig ist, die beiden Stoffteile mit einer korrekten Ecke zusammenzunähen, hatte ich nicht erwartet. So passte also die Spitze des Oberteils nicht in das "V" vom Unterteil, es bildete sich eine Falte. Ich dachte mir, mit auftrennen wird es bei Baumwolljersey noch schlimmer, also legte ich eine "richtige" Falte und nähte eine Perle auf den Fehler. Ich finde ja, es sieht aus, als wenn es so muss ;-).